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Regenbogenfahnen im Stadion

In Deutschland sind es bisher vor allem Fans gewesen, die auf das Thema Homosexualität und Fußball aufmerksam gemacht haben: 2002 stellte das Bündnis aktiver Fußballfans, BAFF, gemeinsam mit Vertretern von EGLSF, der European Gay and Lesbian Sports Federation, einen Katalog gegen Homophobie im Fußball vor. Im Rahmen der Aktionswoche 2006 des Netzwerks Fare, Football against Racims in Europe, veranstaltete die Schalker Faninitiative unter dem Motto „Out auf Schalke“ eine Posteraktion, die viele positive Reaktionen und die Bildung eines Regenbogen-Stammtisches nach sich zog. Ähnliche Vernetzungen homosexueller Fußballfans gibt es bereits in anderen Städten, derzeit sind mindestens sechs offizielle eingetragene schwullesbische Fanklubs in Deutschland aktiv, die auch mit Regenbogenfahnen im Stadion Flagge zeigen und sich auf ihre eigene Weise outen. Und auf den großen internationalen Sportfesten der schwullesbischen Community, den EuroGames und Gay Games, wird regelmäßig bewiesen, dass Homosexuelle alle möglichen „harten“ Sportarten ausüben können und wollen, zum Beispiel im Juli 2007 in Antwerpen.

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Bis zu einer Selbstverständlichkeit im Umgang mit Homosexualität im Fußball ist es immer noch ein sehr weiter Weg, insbesondere Vereine und Verbände tun gut daran, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, um so bei Aktiven, Funktionären und Fans eine Sensibilität zu wecken. Wie das gehen kann, zeigte der Berliner Migrantenverein Tükryiemspor, der eine Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg begonnen hat. Daraus entstanden im Januar 2007 im Türkyiemspor-Vereinsheim in Kreuzberg eine Diskussionsrunde zu „Homosexualität, Migrantencommunities und Fußball“ und im Mai 2007 die „schwullesbische Fankurve“, die beim Spiel zwischen Türkyiemspor und dem SV Babelsberg 03 ihre türkischen Freunde unterstützte. Vielleicht ja ein Vorbild auch für deutsche Klubs in unteren wie oberen Spielklassen.

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