Am Ball bleiben News 04.06.2009

[04.06.2009]
Aktionsabend gegen Homophobie in Stuttgart am 5. Juni

Bereits zum dritten Mal nach Berlin (2007) und Köln (2008) laden schwullesbische Organisationen gemeinsam mit den Fußballverbänden zu einem Diskussionsabend zum Thema Homophobie ein. Veranstaltungsort am 5. Juni ist das Stadion des VfB Stuttgart.

Das Engagement gegen Homophobie im Fußball findet immer mehr Bündnispartner. Nach Aktionsabenden in Berlin und Köln und weiteren Veranstaltungen in Kaiserslautern oder Mainz treffen sich schwullesbische Fans, verantwortliche Vereins- und Verbandsvertreter und alle Interessierten nun in Stuttgart. Dabei wollen die Veranstalter einen neuen Weg beschreiten. Es soll nicht mehr nur über Homophobie im Fußball diskutiert, sondern verstärkt konkrete Lösungsstrategien und -möglichkeiten erörtert werden. Ein Engagement gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit ist auch immer ein Engagement gegen andere Formen der Diskriminierung und macht deutlich, dass im Fußball kein Platz für Diffamierungen ist – weder auf dem Rasen noch auf den Rängen, weder in den Vorstandsabteilungen noch in der Umkleidekabine. Gerade wegen seiner Bedeutung und der hohen Emotionalität kann und muss der Fußball zu einer Bewusstseinsbildung beitragen und für einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander sensibilisieren.

Für die PDF-Einladung bitte anklicken.

Vereine und Verbände beziehen Position

In zwei kleinen Workshops soll daher diskutiert werden, wie Verbände und Vereine aktiv dazu beitragen können, um Diskriminierungen in den Stadien und Fußballvereinen zu bekämpfen. Welche Aktionen und Projekte haben sich bereits bewährt? Ideen dazu und Antworten darauf sollen am 5. Juni in Stuttgart gesammelt werden. Beginn der Veranstaltung ist um 18:30 Uhr, der Veranstaltungsort ist der Business-Bereich der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart. Der Präsident des VfB Stuttgart, Erwin Staudt, ist Schirmherr des CSD in Stuttgart und setzt sich deutlich gegen Diskriminierung und für Toleranz ein.

Ein Zeichen dafür ist auch die Unterzeichnung der „Erklärung gegen Diskriminierung im Fußball“, die nicht nur der VfB, sondern auch zahlreiche andere Fußballvereine wie der 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Köln, 1. FC Union Berlin, 1. FSV Mainz 05, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, DSC Arminia Bielefeld, FC Bayern München, FC Carl Zeiss Jena, FC Energie Cottbus, FSV Frankfurt 1899, Hamburger Sport-Verein, Hertha BSC oder Werder Bremen bereits geleistet haben. Auch der DFB gehört zu den Unterzeichnern der Erklärung und hat mit der Anwesenheit seines Präsidenten Dr. Theo Zwanziger beim Aktionsabend in Köln demonstriert, wie wichtig dem Verband das Thema ist. Beim dritten Aktionsabend wird nun Christian Müller, DFL-Geschäftsführer Finanzen und Lizenzierung, Position beziehen. Danach erläutert Helmut Spahn (DFB, Leiter der Abteilung „Sicherheit und Prävention“) die DFB-Aktivitäten gegen Homophobie und Diskriminierung.

Der Ablauf des Abends in Kürze:

Einlass: 17.45 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr
Ende: gegen 21.00 Uhr

17.45 Uhr: Torwandschießen und Fototermin
Moderation des Abends: Stefan Siller, SWR
18.30 bis 18.50 Uhr: Begrüßung
Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart
Christian Müller, DFL-Geschäftsführer Finanzen und Lizenzierung

18.50 bis 19.10 Uhr: Einführung in die Workshops
Helmut Spahn (DFB, Leiter der Abteilung "Sicherheit und Prävention")

19.10 bis 20.00 Uhr: Zeitgleich zwei Workshops
- Workshop A: Mediale Aufarbeitung von Homophobie (z.B. Kooperation mit schwul-lesbischen Vereinen, Unterstützung von Events, Statements der Presse gegenüber, Bericht im Stadionmagazin...)
- Workshop B: Vereinsinterne Aufarbeitung von Homophobie (z.B. Diversity-Training mit TrainerInnen, BetreuerInnen, Vereinsangestellten, Fanumfeld ...)

20.00 bis 20.20 Uhr: Abschluss-Plenum. Kurze Zusammenfassung der Workshops
Unterschreiben der „Erklärung gegen Diskriminierung“
Gespräche bei Getränken und Snacks  

Berichte über bisherige Veranstaltungen gegen Homophobie finden Sie auch in unserem Newsarchiv:

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