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26.02.2009
Football under cover – Geschlechterrollen im Islam
Wie lassen sich religiöse Lesarten, die die Geschlechterrollen definieren, mit pluralistischen und demokratischen Gesellschaftsverhältnissen versöhnen? Welche Rolle kann dabei Fußball als weltumspannendes Phänomen spielen? Diese Fragen diskutieren heute unter anderem Theo Zwanziger, Präsident des DFB und, Omid Nouripour (MdB Bündnis 90/Grünen) bei der Veranstaltung „Football under cover“ der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin-Mitte.
„Football under cover“ ist die filmische Dokumentation einer sportlichen Begegnung mit einer deutlichen gesellschaftspolitischen Botschaft. Weder wallende Gewänder noch Kopftücher hindern junge Frauen aus Berlin-Kreuzberg und Teheran daran, eine vermeintliche Domäne der Männer zu erobern. In ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung und Gerechtigkeit setzen sie mit ihrem gegen alle Schwierigkeiten und Widerstände ausgerichteten Fußballmatch ein Zeichen: Veränderung ist möglich.
Um 19 Uhr startet die Veranstaltung mit der Präsentation des Films „Football under cover“ in Anwesenheit des Regisseurs Ayat Najafi und Marlene Assmann, Fußballspielerin und Mitorganisatorin des Matches. Der Film wurde mit dem Teddy Award 2008 im Bereich „Best Documentary Film“ und dem Freedom Award 2008 ausgezeichnet.
Um 19.45 Uhr findet dann ein Gespräch mit Theo Zwanziger unter der Frage „Fußball als Motor für Interkulturalität und Integration?“ statt. Ab 20.15 Uhr stellen sich Omid Nouripour, Ayten Kilicarslan, Leiterin des Muslimischen Frauenbildungswerks Köln und Hilal Sezgin, Autorin und Publizisten, den Fragen des Publikums. Moderiert wird das Gespräch von Ralf Fücks.
Das Verhältnis der Geschlechter im Islam ist ein komplexes Thema; gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen haben darauf ebenso Einfluss wie die Religiosität der betroffenen Communities. In der politischen Debatte wird der Grund für die Vormachtstellung des Mannes gegenüber der Frau im Islam gesucht und gefunden.
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